Winter Teil 1
- valeriogrond
- 2. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Die erste Hälfte des Winters liegt bereits hinter mir – und das grosse Highlight steht noch bevor. Zeit also, euch einen kleinen Einblick in meinen bisherigen Winter zu geben. Es waren intensive Wochen voller schöner Momente, aber auch mit einigen Herausforderungen und kleinen Rückschlägen.
Gestartet hat die Saison im hohen Norden Finnlands in Ruka. Bei traumhaften, winterlichen Bedingungen durfte ich mit einem starken 10-km-Klassisch-Einzelstart (Rang 19) in den Winter starten. Dieses Ergebniss hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Im Sprint lief allerdings noch nicht alles wie erhofft. Trotzdem konnte ich viele positive Eindrücke mitnehmen und voller Zuversicht nach Trondheim weiterreisen. Die Rennen dort waren eher durchzogen, doch es war etwas ganz Besonderes, auf die WM-Strecke des vergangenen Winters zurückzukehren. Immerhin hatte ich dort letzte Saison in der Staffel eine Silbermedaille gewonnen.
Mit grosser Vorfreude ging es danach zurück in die Schweiz zum Heimweltcup in Davos. Dieses Wochende ist für mich etwas ganz Besonderes. Ich kann vor der eigenen Haustüre Rennen bestreiten und Familie und Freunde sind in grosser Zahl vor Ort. Entsprechend habe ich mich schon während des ganzen Sommers auf diesen Event gefreut. Umso bitterer war es, als ich einen Tag vor den Wettkämpfen mit einem viralen Infekt aufwachte und schweren Herzens Forfait geben musste. Das war ein echter Dämpfer, den ich erst Mal verdauen musste.
Nach der Genesung und einem Trainingsblock über die Festtage stand die Tour de Ski an. Der 4. Rang im Sprint in Toblach bedeutete meinen ersten Finaleinzug der Saison und ich war sehr nahe an meinem zweiten Einzelpodest im Weltcup dran. Ein super Gefühl! Leider konnte mein Körper die Belastung in den darauffolgenden Tagen nicht wie erhofft verkraften. Nach zwei enttäuschenden Distanzrennen entschied ich mich, die Tour vorzeitig zu beenden und meinem Körper die nötige Erholung zu geben.
Gut erholt und voller Motivation ging es weiter nach Oberhof und ins Goms.Sprint Oberhof: Rang 6. Ein weiterer Finaleinzug und wieder viel Zuversicht. Teamsprint Goms: Rang 6. Im Teamsprint waren Janik und ich lange vorne mit dabei und kämpften um einen Podestplatz. In der letzten Runde gingen mir dann aber die Kräfte etwas aus. Die Erklärung dafür folgte leider schnell: Bereits am Abend fühlte ich mich unwohl und der nächste Infekt kündigte sich an. Die Konsequenz daraus war klar: keine weiteren Rennen im Goms und wieder ein Heimrennen, dass ins Wasser fiel. Das ist bitter. Positiv gesehen kann ich aber auch sagen, dass es in der nächsten Saison bei den Heimrennen fast nur noch besser werden kann. :)
Trotz aller Rückschläge nehme ich viel Positives mit, habe wertvolle Erfahrungen gesammelt und blicke voller Zuversicht nach vorne. Das grosse Highlight wartet und ich bin bereit! Lasst die Spiele beginnen!








